Ja, aber zwei Bedingige müend gliichziitig erfüllt sii — und di erscht redt nöd vo de USA.
Di erscht isch Art. 9 Abs. 1 Bst. b DSG: E Bearbeitig döf mer emne Dritte nur überträge, wänn «keine gesetzliche oder vertragliche Geheimhaltungspflicht die Übertragung verbietet». Die Frag chunnt vor jedere Überlegig zum Land, und bi vilne Treuhandmandat staht d Antwort grad im Mandat.
Di zweit isch Art. 16 DSG: Personedate döf mer is Ussland gää, wänn de Bundesrat en aagmässne Schutz feschtgstellt hät. Für d USA hät er das gmacht — aber nur gägenüber zertifizierte Unternäme im Dateschutzrahme Schwiiz–USA, sit em 15. September 2024. Isch de Aabieter nöd zertifiziert, fehlt die Grundlag, und es bruucht e Garantie nach Art. 16 Abs. 2 oder en Usnahm nach Art. 17.
D Frag, wo vor em Land chunnt
De Reflex isch, z fröge, wo d Server stönd. S Schwiizer Rächt ordnet andersch. Art. 9 Abs. 1 DSG (SR 235.1) seit wörtlich:
«Die Bearbeitung von Personendaten kann vertraglich oder durch die Gesetzgebung einem Auftragsbearbeiter übertragen werden, wenn: a. die Daten so bearbeitet werden, wie der Verantwortliche selbst es tun dürfte; und b. keine gesetzliche oder vertragliche Geheimhaltungspflicht die Übertragung verbietet.»
Zwei Wörter träged d Lascht: gsetzlich oder vertraglich. De Artikel unterscheidet nöd. E Vertraulichkeitsklausle im Mandat wiegt da gliich schwär wie es Gsetz.
Ladet e Anwältin, en Notar oder e nach Obligationerächt zur Verschwiegeheit verpflichteti Revisorin uf, dänn git s di gsetzlich Pflicht, und si hät en Name: Art. 321 StGB (SR 311.0) — uf Aatrag, mit Freiheitsstraf bis drei Jahr oder Geldstraf. D Lischte i de Ziff. 1 isch abschliessend: Geischtlichi, Rächtsaawält, Verteidiger, Notare, Patentaawält, nach Obligationerächt zur Verschwiegeheit verpflichteti Revisore und d Gsundheitsberuef.
Ladet e Treuhandfirma im übliche Sinn uf — Buechhaltig, Stüürerklärige, Stüürberatig, Verwaltig —, mues mer öppis säge, wo vill Verchaufsunterlage vermiided: Art. 321 StGB nännt si nöd. Wer ere verzellt, «s Berufsgheimnis verpflichtet Si zu On-Premise», schriibt ere e Strafnorm zue, wo für si nöd gilt.
Das isch keis Schlupfloch, sondern e Verschiebig — und zwar zu ihre hii. Usserhalb vo de Strafnorm blibt d Treuhandfirma Verantwortlichi im Sinn vom DSG — die, wo «über den Zweck und die Mittel der Bearbeitung entscheidet» (Art. 5 Bst. j) —, und Art. 9 Abs. 2 verlangt, dass si «sich insbesondere vergewissern [muss], dass der Auftragsbearbeiter in der Lage ist, die Datensicherheit zu gewährleisten». Es blibt ihres Mandat: Hät s e Vertraulichkeitsklausle, isch d Pflicht vertraglich, und Art. 9 macht kei Rabatt. Und es blibt Art. 162 StGB: bestraft wird, wer «ein Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnis, das er infolge einer gesetzlichen oder vertraglichen Pflicht bewahren sollte, verrät» — und d Büecher vomene Unternäme sind de Ort, wo d Gschäftsgheimnis ligged.
Wo d Antwort staht. I zwei Verträg: dem mit em Chund und dem mit em Aabieter vom Dienscht. D Frag fürs nächscht Gspräch isch nur eini: Erlaubt d Vertraulichkeitsklausle vo dem Mandat, d Bearbeitig emne Dritte z überträge? Wänn d Antwort nei isch oder s kei schriftlichi Antwort git, stellt sich d Frag nach de USA no gar nöd.
S Land: Art. 16, und wieso d USA nur halb debii sind
Isch de erscht Schritt gschafft, chunnt de zweit. Art. 16 Abs. 1 DSG:
«Personendaten dürfen ins Ausland bekanntgegeben werden, wenn der Bundesrat festgestellt hat, dass die Gesetzgebung des betreffenden Staates oder das internationale Organ einen angemessenen Schutz gewährleistet.»
Für d USA git s die Feschtstellig, und da änderet d Antwort. De EDÖB hät si am 15. August 2024 aagchündt:
«Dieser gewährleistet ab dem 15.09.2024 einen angemessenen Datenschutz beim Austausch von Personendaten zwischen der Schweiz und zertifizierten US-Unternehmen.»
— EDÖB, 15.08.2024
Zertifiziert. Nöd «amerikanisch»: zertifiziert im Dateschutzrahme Schwiiz–USA. De aagmässe Schutz isch kei Eigeschaft vom Land, sondern vom Unternäme, wo sich iitreit hät. D Prüefig isch churz — d Lischte vo de zertifizierte Unternäme isch öffentlich —, mit zwei Vorbehält:
- d Zertifizierig gilt pro juristischi Person, und de Name im Vertrag isch nöd immer dä, wo mer i de Lischte suecht;
- d Zertifizierig cha entzoge werde oder uslaufe: Si isch en Zuestand, keis Zügnis.
Isch de Aabieter nöd zertifiziert, blibed d Garantie nach Art. 16 Abs. 2: en völkerrächtliche Vertrag; Dateschutzklausle, die dem EDÖB vorgängig mitgeteilt wurden; spezifischi Garantie; Standarddateschutzklausle, die der EDÖB vorgängig genehmigt, ausgestellt oder anerkannt hat; verbindlichi unternämensinterni Vorschrifte, vorgängig genehmigt. S Wort, wo immer wider chunnt, isch vorgängig: Die Wäg gaht mer vor em Uelade, nöd nachher.
D Usnahme nach Art. 17 — und wieso d Iiwilligung änger isch, als si schiint
Art. 17 Abs. 1 DSG nännt d Fäll, wo mer abwiichend vo Art. 16 döf bekanntgää. De erscht isch de naheliegend: «a. Die betroffene Person hat ausdrücklich in die Bekanntgabe eingewilligt.» In ere Kanzlei enged en drü Sache ii.
Wem sini Iiwilligung. In ere Bilanz stönd nöd nur d Date vom Chund, sondern au die vo sine Mitarbeitende, Lieferante und Schuldner. D Iiwilligung vo dere Person, wo s Mandat unterschriibt, isch die vo einere betroffene Person — nöd vo allne.
«Ausdrücklich». E Ziile am Änd vo de AGB isch kein Bode, wo mer en Prozess druf baut, wo sich jahrelang jede Tag widerholt.
D Iiwilligung nach Art. 17 DSG isch nöd die nach Art. 321 StGB. Für die, wo uf de Lischte stönd, sind d Iiwilligung i d Bekanntgab und d Iiwilligung i d Offebarig separat z behandle (Art. 321 Ziff. 2 StGB).
Di übrige Buechstabe vo Art. 17 Abs. 1 — Vertrag, überwiegends öffentlichs Interässe, Rächtsaasprüch vor Gricht, Läbe und körperlichi Unversehrtheit, allgemein zuegänglichi Date, öffentlichi Register — sind für bestimmti Situatione gschribe. Keine devo für «en Informatikdienscht bruuche».
Was mir Ine nöd chönd verspräche
Mir säged Ine nöd, d Cloud seig illegal. Das isch si nöd: Beidi Bedingige vo dere Siite chönd erfüllt werde, und vill Kanzleie erfülled si.
Mir säged Ine nöd, e Maschine im Büro lös alles vo sälber. E lokali Maschine nimmt Art. 16 us em Spiel — es git kei Bekanntgab is Ussland — und vereifacht Art. 9, will s kein externe Uftragsbearbeiter git. Vo de übrige DSG-Pflichte befreit si nöd: Datesicherheit, Information, Verzeichnis, Rächt vo de betroffene Persone. Die blibed alli, und si blibed Ires.
Mir säged Ine nöd, Art. 321 StGB verpflicht Si, wänn Si e Treuhandfirma sind. Ihri Pflicht, wänn s eini git, staht im Mandat.
Mir sind nöd Ihri Rächtsberater. Die Siite zitiert d Artikel, dass Si si mit Ihrere Anwältin oder Ihrem Revisor chönd uftue. Si ersetzt kei Beurteilig vo Ihrem Fall.
D Frag für hüt
Tüend Si s Mandat vo Ihrem gröschte Chund uf und sueched Si d Vertraulichkeitsklausle. Erlaubt si, d Bearbeitig emne Dritte z überträge? Die Ziile entscheidet meh als jede Aabieter-Vergliich.
Wänn d Antwort nei isch — oder wänn Si si nöd bi jedem neue Mandat wänd sueche: Mit AG Core schaffet di künschtlich Intelligänz uf ere Maschine i Ihrem Büro, d Bearbeitig verlaht d Kanzlei nöd, und d Frag nach de USA stellt sich nöd. Mir zeiged s Ine live, a Ine Dokumänttype.
Oder schriibed Si üs uf WhatsApp +41 79 863 37 88 oder lüüted Si aa: +41 91 814 86 00.
Quelle
DSG (SR 235.1), Art. 5, 9, 16, 17 — Fedlex, Stand 1. September 2023 ·
Strafgesetzbuch (SR 311.0), Art. 162 und 321 — Fedlex, Stand 1. Januar 2026 ·
EDÖB — Neuer Datenschutzrahmen zwischen der Schweiz und den USA, 15.08.2024
Alli Quelle am 31.10.2026 nomal uftaa.
